Depression

Eine Depression ist nicht Trauer, Wut und schon gar keine persönliche Schwäche.

Zuerst zur Definition und Häufigkeit von Depressionen.

Eine Depression ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der es zu einem Zusammenbruch des Stoffwechsels im Gehirn kommt. Diese Erkrankung ist sehr häufig, einige neuere Arbeiten gehen sogar davon aus, dass jeder zweite Mensch in seinem Leben zumindest einmal an einer Depression erkrankt. Depression weiterlesen

Demenz-Verlust von Zeit und Raum

Das schleichende Vergessen im Alter gehört zu den schwersten und auch gefürchteten Krankheiten die uns betreffen können. Eine gewisse Vergesslichkeit gehört dem Alter irgendwie dazu, aber einige unserer Mitmenschen vergessen im Rahmen der Demenz nicht nur wohin sie ihren Schlüssel gelegt haben, oder welches Datum wir heute haben, sondern sie vergessen alles. Sie vergessen wer die Menschen in ihrer Umgebung sind, sie vergessen wo sie sind und zum Schluss vergessen sie sogar wie man lebt, wie man isst usw. Letztendlich stirbt man sogar an diesem nicht mehr funktionieren des Gehirns.
Wodurch kommt es zu dieser Vergesslichkeit, ist das einfach nur ein Altern des Gehirnes oder ist es etwas anderes. Demenz-Verlust von Zeit und Raum weiterlesen

Depression und Intelligenzminderung

Geistig behinderte Menschen, sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Aber ansonsten sind sie wie wir, und sie erkranken natürlich auch an den gleichen Erkrankungen. Wenn jeder 2. Mensch im Laufe seines Lebens an einer Depression erkrankt, gilt das natürlich auch für jeden 2. Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Somit ist die Depression wohl die am häufigsten nicht erkannte Krankheit bei einem Menschen mit einer Intelligenzminderung.

Geistig behinderte Menschen sind oft nicht in der Lage zu sprechen. Bei schwerer und schwerster geistiger Behinderung muss man sich einen Patienten vorstellen, Depression und Intelligenzminderung weiterlesen

Heultage, Postpartale Depressionen und postpartale Psychosen

Die schönste Zeit des Lebens, oder eher ?

• Heulanfälle
• Stimmungsschwankungen
• Angstgefühle
• Schlafstörungen
• Depressive Stimmung
• Gefühllosigkeit
• Antriebslosigkeit
• Selbstmordimpulse

Die Stimmung nach einer Geburt ist in den seltensten Fällen ausgeglichen. Durch die Strapazen der Schwangerschaft, das Trauma der Geburt, die Schlaflosigkeit durch ein nachts unruhiges Baby welches regelmäßig gestillt werden muss, und nicht zuletzt durch die massive Hormonumstellung zum Zeitpunkt der Geburt kommt es bei fast allen Müttern zu Gemütsstörungen welche in verschiedenen Formen auftreten können: Heultage, Postpartale Depressionen und postpartale Psychosen weiterlesen

Demenz im ICD-10-WHO

Demenz (F00-F03)

ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Die kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Dieses Syndrom kommt bei Alzheimer-Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen und bei anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.

Soll eine zugrunde liegende Krankheit angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen.

F00*Demenz bei Alzheimer-Krankheit (G30.-†)

Die Alzheimer-Krankheit ist eine primär degenerative zerebrale Krankheit mit unbekannter Ätiologie und charakteristischen neuropathologischen und neurochemischen Merkmalen. Sie beginnt meist schleichend und entwickelt sich langsam aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

F00.0*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit frühem Beginn (Typ 2) (G30.0†)

Demenz bei Alzheimer-Krankheit mit Beginn vor dem 65. Lebensjahr. Der Verlauf weist eine vergleichsweise rasche Verschlechterung auf, es bestehen deutliche und vielfältige Störungen der höheren kortikalen Funktionen.

Alzheimer-Krankheit, Typ 2

Präsenile Demenz vom Alzheimer-Typ

Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, präseniler Beginn

F00.1*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit spätem Beginn (Typ 1) (G30.1†)

Demenz bei Alzheimer-Krankheit mit Beginn ab dem 65. Lebensjahr, meist in den späten 70er Jahren oder danach, mit langsamer Progredienz und mit Gedächtnisstörungen als Hauptmerkmal.

Alzheimer-Krankheit, Typ 1

Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, seniler Beginn

Senile Demenz vom Alzheimer-Typ (SDAT)

F00.2*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, atypische oder gemischte Form (G30.8†)

Atypische Demenz vom Alzheimer-Typ

F00.9*Demenz bei Alzheimer-Krankheit, nicht näher bezeichnet (G30.9†)

F01Vaskuläre Demenz

Die vaskuläre Demenz ist das Ergebnis einer Infarzierung des Gehirns als Folge einer vaskulären Krankheit, einschließlich der zerebrovaskulären Hypertonie. Die Infarkte sind meist klein, kumulieren aber in ihrer Wirkung. Der Beginn liegt gewöhnlich im späteren Lebensalter.

Inkl.:

Arteriosklerotische Demenz

F01.0Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn

Diese entwickelt sich meist sehr schnell nach einer Reihe von Schlaganfällen als Folge von zerebrovaskulärer Thrombose, Embolie oder Blutung. In seltenen Fällen kann eine einzige massive Infarzierung die Ursache sein.

F01.1Multiinfarkt-Demenz

Sie beginnt allmählich, nach mehreren vorübergehenden ischämischen Episoden (TIA), die eine Anhäufung von Infarkten im Hirngewebe verursachen.

Vorwiegend kortikale Demenz

F01.2Subkortikale vaskuläre Demenz

Hierzu zählen Fälle mit Hypertonie in der Anamnese und ischämischen Herden im Marklager der Hemisphären. Im Gegensatz zur Demenz bei Alzheimer-Krankheit, an die das klinische Bild erinnert, ist die Hirnrinde gewöhnlich intakt.

F01.3Gemischte kortikale und subkortikale vaskuläre Demenz

F01.8Sonstige vaskuläre Demenz

F01.9Vaskuläre Demenz, nicht näher bezeichnet

F02*Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten

Formen der Demenz, bei denen eine andere Ursache als die Alzheimer-Krankheit oder eine zerebrovaskuläre Krankheit vorliegt oder vermutet wird. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, selten jedoch im höheren Alter.

F02.0*Demenz bei Pick-Krankheit (G31.0†)

Eine progrediente Demenz mit Beginn im mittleren Lebensalter, charakterisiert durch frühe, langsam fortschreitende Persönlichkeitsänderung und Verlust sozialer Fähigkeiten. Die Krankheit ist gefolgt von Beeinträchtigungen von Intellekt, Gedächtnis und Sprachfunktionen mit Apathie, Euphorie und gelegentlich auch extrapyramidalen Phänomenen.

F02.1*Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (A81.0†)

Eine progrediente Demenz mit vielfältigen neurologischen Symptomen als Folge spezifischer neuropathologischer Veränderungen, die vermutlich durch ein übertragbares Agens verursacht werden. Beginn gewöhnlich im mittleren oder höheren Lebensalter, Auftreten jedoch in jedem Erwachsenenalter möglich. Der Verlauf ist subakut und führt innerhalb von ein bis zwei Jahren zum Tode.

F02.2*Demenz bei Chorea Huntington (G10†)

Eine Demenz, die im Rahmen einer ausgeprägten Hirndegeneration auftritt. Die Störung ist autosomal dominant erblich. Die Symptomatik beginnt typischerweise im dritten und vierten Lebensjahrzehnt. Bei langsamer Progredienz führt die Krankheit meist innerhalb von 10 – 15 Jahren zum Tode.

Demenz bei Huntington-Krankheit

F02.3*Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom (G20†)

Eine Demenz, die sich im Verlauf einer Parkinson-Krankheit entwickelt. Bisher konnten allerdings noch keine charakteristischen klinischen Merkmale beschrieben werden.

Demenz bei:

  • Paralysis agitans
  • Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit

F02.4*Demenz bei HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit] (B22.0†)

Eine Demenz, die sich im Verlauf einer HIV-Krankheit entwickelt, ohne gleichzeitige andere Krankheit oder Störung, die das klinische Bild erklären könnte.

F02.8*Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheitsbildern

Demenz (bei):

  • Epilepsie (-†)
  • hepatolentikulärer Degeneration [M. Wilson] (0†)
  • Hyperkalziämie (5†)
  • Hypothyreose, erworben (-†, E03.-†)
  • Intoxikationen (T36-T65†)
  • Multipler Sklerose (G35†)
  • Neurosyphilis (1†)
  • Niazin-Mangel [Pellagra] (E52†)
  • Panarteriitis nodosa (0†)
  • systemischem Lupus erythematodes (-†)
  • Trypanosomiasis (-†, B57.-†)
  • Urämie (5†)
  • Vitamin-B12-Mangel (8†)
  • zerebraler Lipidstoffwechselstörung (-†)

F03Nicht näher bezeichnete Demenz

Inkl.:

Präsenil:

  • Demenz o.n.A.
  • Psychose o.n.A.

Primäre degenerative Demenz o.n.A.

Senil:

  • Demenz:
    • depressiver oder paranoider Typus
    • n.A.
  • Psychose o.n.A.

Exkl.:

Senile Demenz mit Delir oder akutem Verwirrtheitszustand (F05.1)

Senilität o.n.A. (R54)

© Copyright WHO, DIMDI 1994 – 2013

Delir im ICD-10-WHO

F05 Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt

Ein ätiologisch unspezifisches hirnorganisches Syndrom, das charakterisiert ist durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewusstseins und der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik, der Emotionalität und des Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Dauer ist sehr unterschiedlich und der Schweregrad reicht von leicht bis zu sehr schwer.

Inkl.:

Akut oder subakut:

  • exogener Reaktionstyp
  • hirnorganisches Syndrom
  • psychoorganisches Syndrom
  • Psychose bei Infektionskrankheit
  • Verwirrtheitszustand (nicht alkoholbedingt)

Exkl.:

Delirium tremens, alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet (F10.4)

F05.0Delir ohne Demenz

F05.1Delir bei Demenz

Diese Kodierung soll für Krankheitsbilder verwendet werden, die die oben erwähnten Kriterien erfüllen, sich aber im Verlauf einer Demenz entwickeln (F00-F03).

F05.8Sonstige Formen des Delirs

Delir mit gemischter Ätiologie

Postoperatives Delir

F05.9Delir, nicht näher bezeichnet

F06Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit

Diese Kategorie umfasst verschiedene Krankheitsbilder, die ursächlich mit einer Hirnfunktionsstörung in Zusammenhang stehen als Folge von primär zerebralen Krankheiten, systemischen Krankheiten, die sekundär das Gehirn betreffen, exogenen toxischen Substanzen oder Hormonen, endokrinen Störungen oder anderen körperlichen Krankheiten.

Exkl.:

In Verbindung mit Demenz, wie unter F00-F03 beschrieben

Psychische Störung mit Delir (F05.-)

Störungen durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen (F10-F19)

© Copyright WHO, DIMDI 1994 – 2013

Antidepressiva erhöhen doch nicht das Suizidrisiko!

Es gibt eine Warnung der amerikanischen Gesundheitsbehörde, das Patienten welche eine Behandlung mit Antidepressiva bekommen, gut überwacht werden müssen. Der Grund für diese Überwachung war und ist, dass beobachtet wurde, das Patienten, welche auf ein Antidepressivum eingestellt wurden, häufiger Selbstmord begehen.

Diese Beobachtung wurde immer wieder in diversen Medien ausgeschlachtet, und es gab immer wieder Warnungen vor Psychopharmaka.

Ist diese Warnung begründet?
In einer Studie aus 2011 mit dem Titel: „Antidepressants and risks of suicide and suicide attempts: a 27-year observational study“ aus dem anerkannten Journal of Clinical Psychiatry.  wurden in 5 US-amerikanischen medizinischen Zentren 757 Teilnehmer, die von 1979 bis 1981 an einer Episode einer Manie, Depression oder schizoaffektive Störung litten über 27 Jahre weiter  beobachtet. Antidepressiva erhöhen doch nicht das Suizidrisiko! weiterlesen

„Winterdepression“ – der eine hat sie, der andere nicht…

Bei der Saisonale Depression (SAD, im Volksmund auch „Winterdepression“ genannt) wurden in einer neuesten Studie aus Dänemark biochemische Ursachen als Ursache bestätigt. Beim 27. ECNP-Kongress, welcher im Oktober 2014 in Berlin statt gefunden hat, wurden die Ergebnisse einer Langzeitstudie rund um eine Forschergruppe der Universität Kopenhagen präsentiert. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung zeigen Personen mit einer SAD bzgl. der Regulation von Serotonin im Gehirn relevante jahreszeitenabhängige Unterschiede. Die saisonale Depression entsteht v.a. aufgrund der verkürzten Dauer und geringeren Intensität des Lichtes im Herbst/Winter. Im Norden Europas, wo die Tage generell kürzer sind, leiden etwa 16-17 der Bevölkerung unter einer „Winterdepression“.

Die Forschergruppe unterzogen 11 diagnostizierte SAD-Patienten und 23 gesunde Personen einer PET-Untersuchung (Positronen-emissions-tomographie), um den Unterschied der Menge an Serotonintransporter (SERT, auch 5-HTT genannt) im Sommer bzw. Winter zu eruieren. Serotonin ist ein Neurotransmitter im Gehirn, der u.a die Stimmung beeinflusst. Viele Antidepressiva (SSRIs) wirken, indem sie den Abbau von Serotonin in den Synapsen verhindern. Bei den PET-Auswertungen entdeckten die Forscher bei SAD-Patienten ein höheres SERT-Niveau und demnach auch einen höheren Serotoninabbau in den Wintermonaten. Das bedeutet, je höher der SERT-Wert bzw. die Aktivität der Serotonintransporter ist, desto niedriger die Serotoninaktivität. Natürliches Sonnenlicht hilft, das SERT-Niveau niedrig zu halten. In den Wintermonaten mit weniger Sonnenlicht sinkt also der Serotoninspiegel ab. Bei vielen Menschen sinkt die SERT-Aktivität nicht ab, ihre Serotoninaktivität bleibt über den Winter gleich hoch – diese zeigen somit auch keine Symptome einer SAD. Die Studie zeigte auch, dass Personen mit einer SAD im Winter im Schnitt ein um 5% erhöhtes SERT-Niveau im Vergleich zum Sommer hatten. Gesunde Personen zeigen im Schnitt keine relevanten Veränderungen diesbezüglich.

Quelle: www.ecnp.eu

Ernährung und Depression

Omega3-Fettsäuren aus Fischöl sind u.a. für ihre entzündungshemmende, gefäßgesundheitsfördernde Wirkung sowie für die Entwicklung des Nervensystems bei Kleinkindern bekannt. Aktuelle Forschungen bzw. neueste Studien zeigen auf, dass Omega3-Fettsäuren bei der Behandlung von Schlaganfall, Demenz sowie bei der Behandlung von Depressionen einen positiven Effekt haben können.

Lt. der neuesten Studie von Roel Mocking von der Universität van Amsterdam, welche er am Kongress der European College of Neuropsychopharmacology (27th ECNP Congress, 18.-21.Oktober 2014) in Berlin präsentierte, reagieren fast die Hälfte der durch SSRIs behandelten Depressiven nicht auf die Behandlung. Er zeigt in seiner Studie auf, dass beim Verzehr von fettem Fisch die Reaktionsrate auf SSRIs verbessert wurde. Auf der Suche nach einer Erklärung für die fehlende Reaktionsrate entdeckten die Forscher, dass depressive Menschen einen veränderten Fettsäurestoffwechsel hatten, welcher unterschiedlich von den Stresshormonen (u.a. Cortisol) reguliert wurde. Somit verglichen sie das Fettsäureniveau mit dem Cortisollevel von 70 Depressiven und 51 Gesunden. Das Ergebnis war, dass die depressiven Personen, die nicht auf die Gabe von SSRIs reagierten, einen eher abweichenden Fettsäurestoffwechsel hatten. In der Erhebung der Ernährungsgewohnheiten – im speziellen die Menge an konsumiertem fetten Fisch (dieser ist reich an Omega-3 DHA) – teilten sie alle Personen in vier Gruppen. Hier zeigte sich, dass diejenigen, die am wenigsten Fisch zu sich nahmen, am schlechtesten auf die SSRI-Gabe reagierten und Personen, welche am meisten fetten Fisch aßen, am besten auf die Einnahme reagierten. Personen, die ein Mal pro Woche Fisch zu sich nahmen, zeigten eine 75%ige Warhrscheinlichkeit, auf SSRIs zu reagieren, wohingegen Personen, die nie Fisch aßen, nur eine 23%ige Wahrscheinlichkeit hatten, auf die Antidepressivagabe zu reagieren. Die Forscher rund um R. Mocking kamen zu dem Schluß, dass eine Veränderung im Fettsäurestoffwechsel mit der zukünftigen antidepressiven Reaktion verbunden ist. Somit könnte der Fettstoffwechsel durch den Verzehr von fettem Fisch – neben einem gesundheitsfördernden Aspekt – auch die antidepressive Reaktionsrate beeinflussen.

Depression ist aber nicht gleich Depression, Antidepressivum ist auch nicht gleich Antidepressivum und Mensch ist nicht gleich Mensch. Bei Anzeichen einer Depression begeben Sie sich bitte immer in professionelle Behandlung.

Quellen: www.ecnp.eu

Was ist überhaupt eine Depression?

Eine Depression ist eine Erkrankung des Gehirns.

Auch wenn unser Gehirn für Gedanken und Gefühle zuständig ist, ist es dennoch ein Organ welches fast immer makellos funktioniert, manchmal aber auch nicht funktioniert.

Wenn das Gehirn nicht funktioniert werden Gedanken und Gefühle krankhaft verändert.

Diese Veränderung von Gedanken und Gefühlenist für uns ein sehr bedrohliches und auch schwer greifbares Phänomen. Nachdem das Gehirn ein kompliziertes Organ ist, verbraucht es alleine 20 % der Energie die uns zur Verfügung stehen, kann aber auch krank werden. Wie wir später noch hören werden, ist die Ursache einer Depression nicht unbedingt eine Veränderung im Gehirn, es ist auch möglich, dass eine Situation die Ursache für eine depressive Gefühlsveränderung ist.

Wenn wir etwas sehr negatives erleben, zum Beispiel den Todesfall eines nahen Angehörigen, verändert sich unsere Stimmungslage in Richtung einer Depression. Diese Trauerreaktion ist jedoch keine Krankheit, sondern eine normale Reaktion.

Dennoch verändert sich durch diese Situation unser Organ Gehirn in Richtung einer Depression. Aus diesem Grund ist doch verständlich, dass infolge einer Trauerreaktion gehäuft echte Depressionen auftreten.

Es ist also möglich dass eine Krankheit des Organs Gehirn,ein Stimmungstief im Sinne einer Depression verursacht, es ist jedoch genauso möglich dass ein Stimmungstief das Organ Gehirn verändert.

Im englischsprachigen Raum lautet ein Lehrsatz der Psychiatrie:  „to change your brain you must change your mind“

Nach diesem Prinzip ist es klar, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, Krankheiten welche des Gehirn betreffen zu beeinflussen. Neben der heilenden Wirkung von Psychopharmaka sollte somit die ebenso heilende Wirkung einer Psychotherapie zum Einsatz kommen.

Weitere Fakten zur Depression können Sie in der Ausgabe 2-2014 Depression nachlesen.